Hirn aus und durch

Erstellt: 22.10.2014  Lesedauer 1 - 2 Min.

Gerade lese ich bei Heise.de, dass es Rauschen an die Chartspitze bei iTunes geschafft hat. Daraus könnte man jetzt Überlegungen abstellen, wie es um die fünf Sinne und/oder den IQ von Apple-Produkt-Nutzern bestellt ist. Soweit will ich nicht gehen. Das ein oder andere Fragezeichen habe ich dennoch auf der Stirn.

Ich gebe zu: Es ist nicht irgendein Rauschen. Es ist Rauschen von Taylor Swift. Den Country-Popstar muss man nicht unbedingt namentlich kennen. Die ein oder andere Dauerschleife im Kopf geht aber unstreitig auf ihr Konto. Aktuell wird der Radiohörer mit Shake It Off eingelullt und dann gequält. Unstreitig hat die junge Dame ein Gespür für massentaugliche Musik. Aber Rauschen?

Hier sind mutmaßlich bedingungslose Fans, die auch „10 Minuten Stille - Tylor Swift“ kaufen würden, die Königinnen-Macher. Drei Titel auf der Schnur (Platz 1-3), wobei das Rauschen die Goldmedallie um den Hals bekommt, muss man ja erst mal schaffen. Das toppt eigentlich nur noch Lena, der es nach dem Sieg der Lala-Show „Eurovision Song Contest 2010“ aus dem Stand gelang, diese drei Plätze zu belegen. Aber das waren Lieder. Das mit Rauschen schaffen, hat objektiv betrachtet eine ganz andere Qualität.

Ich unterstelle, dass weder Rückwärts-, dreimal langsamer - oder fünfmal schneller Abspielen des Rauschens solche Kracher wie „Taylor is dead“ zeitigen wird. Allerdings liegt das vielleicht nur daran, dass ich kein Jünger bin. Jedenfalls bin ich sehr gespannt, wann die ersten Versuche einer Sinngebung dieses rauschenden Downloads publik werden.