Rückschau KW 5

Erstellt: 03.02.2021  Lesedauer 2 - 3 Min.

Der Umzug auf Windows 8.1 ist erfolgreich und erfreulich reibungslos abgeschlossen. So sehr gern auf den Riesen aus Redmond geschimpft wird: Die lernen von den Schlauen und verpacken es dann besser.

Es muss ja einen Grund haben, dass andere, eigentlich durchaus selbstbewusste Mitspieler, daran orientieren. Windows 8 hatte ich bisher nur auf dem Laptop, die Unterschiede zu 8.1 fallen mir demnach nicht wirklich auf. Denn ich habe mit der Classic-Shell gearbeitet und die Startseite damit aktiv ausgeblendet, denn ohne Touch bringen die Kacheln nicht viel. Da hat Microsoft ins Kernsystem ein paar Hilfen eingebaut, damit Windows 8.1 für Arbeitsplatzrechner besser benutzbar wird.

Zu diesem Thema haben sich schon hinreichend andere ausgelassen, deshalb fasse ich meine Erlebnisse dazu sehr persönlich zusammen:

  • Ich habe noch nie ein so einfaches, schnelles und sauberes Update für einen Windows-Rechner gemacht.
  • Ich bin angenehm überrascht, wie schlank Windows 8.1 (Speicherbedarf auf der System-Partition) geworden ist.
  • Obwohl mein Rechner schon etwas älter ist (oder gerade deshalb?), wurden alle Komponenten adhoc erkannt und die passenden Treiber dazu geladen.
  • Ich konnte meine USB-Tools (s. „Umzug“ problemlos nutzen, die bestehenden Windows 7 Platten waren alle sofort da und — abgesehen von ein paar Rechte-Schangeleien bei den Ordnern — war alles direkt wieder nutzbar.
  • Alles fühlt sich jetzt deutlich flotter an. Das ist zwar bei einem neu eingerichteten Rechner normal, aber zumindest auf dem Laptop habe ich beobachten können, dass diese Geschwindigkeit bleibt. Das System hat offenbar deutlich verbesserte Selbstreinigungskräfte.

Ich habe für Windows 8.1 neue Freunde gefunden:

Cyberfox

Die x64 Variante des Firefox. Er teilt sich mit dem normalen Firefox die Lesezeichen und anderes. Allerdings ist eine gemeinsame Installation beider wahrscheinlich eine eher schlechte Idee. Da spielen dann Plugins und Update-Automaten Krieg miteinander, den der Cyberfox tendenziell verliert. Zumindest hat er bei mir auf ein paar Seiten plötzlich keine Stilvorlagen mehr verwendet. Ich habe den originalen Firefox jetzt platt gemacht und werde das beobachten.

Clover

Bringt dem Datei-Explorer von Windows Web-Browser-Feeling bei. Es können mehrere Tabs in ein Fenster gelegt werden, es gibt eine Lesezeichen-Leiste für häufig benötigte Programme oder Ordner.

Der Explorer

Ich habe mir bisher immer mit dem EF-Commander das Leben einfacher gemacht. Der Windows 8.1 Explorer (zusammen mit Clover) macht das an vielen Stellen — zumindest innerhalb meines Systems — unnötig. Das ist sehr angenehm.

Ein paar Fragezeichen habe ich allerdings auch. Mit dem aus Windows 7 bekannten Befehl

 net user Administrator /active:yes

kann ich das normalerweise deaktivierte Administrator-Konto sicht- und benutzbar machen. Das hat dann kein Passwort. Zwar muss ich dafür eine Kommandozeile mit Administrator-Rechten haben, aber ich habe mal ein Passwort draufgesetzt und es mit active:no wieder deaktiviert.

Warum ich den Explorer nicht mehr als Administrator ausführen kann (Rechtsklick Als Administrator ausführen), erschließt sich mir nicht. Da ist der Shortcut von Clover auf dem Desktop nützlich: Da klappt es nämlich.

Natürlich gibt es jetzt noch Feinarbeiten, die erledigt werden müssen. Denn ein neues System bietet neue Möglichkeiten und denen stelle ich mich gern, denn ich will ja den maximalen Nutzen daraus ziehen. Insgesamt war das aber extrem Schmerzfrei, ich bin zufrieden.

Ein Tipp noch: Wer auf ein Stauende zufährt, sollte immer sofort und genau in den Rückspiegel schauen. Kann das Leben, wenigstens die Gesundheit retten, wenn von hinten jemand zu schnell kommt. Ich habe im konkreten Fall diese Woche eine Lücke auf der Nachbarspur genutzt, deshalb wurde ich nur gestreift und war nicht die Einschlagsstelle. Das sind die Zeichen, wie schmal der Grat manchmal sein kann. Im konkreten Fall hat mein Verhalten (mutmaßlich) dazu beigetragen, dass niemand verletzt wurde und es lediglich etwas Blechschaden gab.