Schmerzhafter Updatereigen

Erstellt: 12.04.2014  Lesedauer 1 - 2 Min.

Microsoft hat das erste Update für Windows 8.1 herausgebracht. Das Testobjekt Laptop ließ hoffen. Dort dauerte es zwar eine Weile, das war aber bei rund 800 MB vorhersehbar. Die Änderungen sind für mich überschaubar, denn ich arbeite nicht gekachelt. Die Idee dahinter finde ich allerdings gut, denn ein Betriebssystem für (theoretisch) verschiedensartigste Hardware ist eine sportliche Herausforderung. Außer Microsoft traut sich da niemand ran, daher finde ich alle Unkenrufe, was mit Windows 8 falsch sei, ein wenig eigenartig. Wer macht es denn - unter den gegebenen Vorzeichen - besser?

Was nicht eitel Sonnenschein bedeutet. Denn das Update auf dem Arbeitsplatz gestaltete sich signifikant unerfreulicher. Aktuell habe ich noch gar keins, weil es sich hartnäckig der Installation verweigert. Es hilft ein wenig, dass andere offenbar ebenfalls ein paar Probleme haben. Es nervt allerdings außerordentlich, wenn alle sinnvollen und eigentlich sinnlosen Versuche keinen Fortschritt bringen, sondern lediglich weitere Zeit verbrennen.

Besonders ärgerlich sind die Hilfsangebote von Microsoft. Die laufen eher unter der Rubrik noch ein sinnloser Zeitvernichter. Besonderer Brüller war der Tipp, man solle einfach den Ordner SofwareDistrbution umbenennen. Wäre da nicht der Torwächter von Windows 8, der darauf achtet, dass der dumme User nichts kaputt macht, was das System schon selbst erledigt. Da hilft dann der Griff zum Linux vom USB-Stick, das sich entpspannt an den Windows-Sperren vorbeischleicht. Wobei das Umbenennen dann zwar klappt, im Ergebnis aber nichts ändert: Das Update lässt sich trotzdem nicht installieren.

Ich hoffe, dass Microsoft das in den nächsten Tagen löst. Denn es wird angedroht, dass ohne dieses Update keine nachfolgenden möglich sind. Die Lösung ist dann wohl eine Neuinstallation des Systems. Das wäre ärgerlich, denn eine echte Windows 8.1 Installation habe ich nicht - ich bin seit Windows 8 dabei. Das wird von Microsoft abgestraft, denn ich kann dann nur von Version 8 ein Update auf 8.1 machen - also im Grunde muss ich zweimal installieren.

Hätte ich nicht parallel versucht, auf einem anderen Rechner ein Linux zu installieren, was ebenso scheiterte, weil aus unerfindlichen Gründen für das Linux die Festplatte des Rechners unauffindbar war, würde die Entscheidung leichter fallen. So entscheide ich mich vorerst für ein wenig Geduld. Denn nicht funktionieren gibt es offenbar in allen Systemen. Also Backup der Platte zurück geschrieben und abwarten.