Umzug

Erstellt: 28.01.2014  Lesedauer 1 - 2 Min.

Ich habe mich aufgerafft und werde meine Entwicklungsmaschine von Windows 7x64 pro auf Windows 8.1 pro umziehen. Je mehr ich mich damit beschäftige, desto offensichtlicher wird, dass ich mir damit richtig Arbeit auf die Kante gelegt habe.

Die Installation von Windows 8.1 ist wahrscheinlich die allergeringste Herausforderung. Denn dafür schiebt man einfach das Medium rein und bootet davon. Allerdings will ich kein Upgrade von W7 auf W8 machen, denn das beschert erfahrungsgemäß Altlasten, die das frisch aufgesetzte System einem voreiligen Alterungsprozess aussetzen. Wenn schon frisch, dann richtig.

Die Herausforderung sind die Programme, die sich anhäufen. Dafür sind jetzt Entscheidungen erforderlich. Ich halte meinen Rechner für grundsätzlich gut strukturiert und aufgeräumt, dennoch erschreckte mich die Liste im Programme-Abschnitt des Startmenüs. Das mache ich seltenst auf, daher war mir das gar nicht bewusst, was sich da alles mit der Zeit ansammelt. Deshalb habe ich mich entschieden, es andersherum aufzuziehen und mache mir gerade eine Liste der Programme, von denen ich sicher weiß, dass ich sie brauche. Alles aus der Rubrik eventuell bleibt erst mal draußen.

Da ich erklärter Fan von Programmen bin, die nicht zwingend ins Systemverzeichnis installiert werden müssen und sich vorzugsweise aus einem Verzeichnis meiner Wahl starten lassen, habe ich diverse Programme gar nicht weiter auf dem Schirm. Die liegen im Verzeichnis D:USB-Tools und werden von dort nach dem Update vorhersehbar ohne weiteres Zutun weiterhin funktionieren. Schwieriger ist es mit den Programmen, die sich zwangsweise in das offizielle Programmverzeichnis einnisten. Die müssen alle neu installiert werden, was auf eine Installationsorgie hinauslaufen wird. Vorweg besorge ich mir gerade die jeweils aktuellen Versionen der Programme, denn eventuelle Updates in ein paar Tagen wären nach so einem Ritt ärgerlich.

Das größte Problem ist die sichere Rettung der für diese Programme erforderlichen (oder gesammelten) Daten. Die werden teilweise derart verschroben im System versteckt, dass hier die Hauptarbeit geleistet werden muss. Denn was nutzt ein sauber installiertes Programm, wenn die dazugehörenden Daten perdü sind.

Zu meiner großen Freude geben die meisten von mir verwendeten Programme bereitwillig die Datenpfade frei oder bieten sogar Umzugsoptionen an. Das hat sich seit dem letzten Update erkennbar verbessert. Wobei das eventuell schlicht daran liegen könnte, dass sich mein Programm-Sortiment mittlerweile deutlich verändert hat. Die Palette ist signifikant Open Source lastig geworden. Dort ist das mit dem auf die Daten draufsetzen tendenziell eher verpönt. Dankeschön! Meine Kaufprogramme sind überwiegend eher Nischenprodukte, die sich ebenfalls an dieser lobenswerten Offenheit beteiligen. Diejenigen, die das nicht tun, habe ich — mal sehen wie mutig oder dumm das ist — in die Rubrik eventuell gelegt (s.o.). Mal schaun, ob mich das belastet oder womöglich sogar eine Befreiung von Ballast ist.