Urlaub — oder was davon bleibt

Erstellt: 21.04.2015  Lesedauer 1 - 2 Min.

Es war so schön geplant. Erst mal ein paar Tage „la vie en France“, genauer in Paris, anschließend ein bisschen „Aktivurlaub“ in Brandenburg. Aber „life happens, while you are making plans“.

Im konkreten Fall war der Gang zum Arzt wegen heftiger Rückenschmerzen der Zugang zu einer fiesen Grippe, Erkältung, was-auch-immer, das sich nachhaltig festgesetzt hat. Damit hatte der Paris-Ausflug etwas von Hänsel und Gretel. Nur war der Weg nicht mit Brotkrumen, sondern mit Tempos1 markiert. Oder Akustisch mit regelmäßig mehr oder minder heftigen Husten-Attacken.

Was die Eindrücke zwar fraglos beeinflusste, aber Paris war — mal wieder — eine Reise wert. Dieses Mal war die Schlange vor dem Lift des Eiffelturms so kurz, dass wir mutig „bis ganz hoch“ gekauft haben. Was sich als Glücksgriff erwies, denn es ging auch auf dem „Zwischendeck“ zügig voran. Wir waren daher mit anstehen nach ca. 40 Minuten „ganz oben“.

Der Blick auf das Marsfeld ist von dort schon ziemlich beeindruckend, insbesondere, wenn das Wetter mitspielt. Da wir relativ spät am Nachmittag eingetroffen waren, gab es Sonnenuntergang auf dem Turm und später die Festbeleuchtung „on top“.

Nervig waren — wie immer — die fliegenden Händler, die sich außerordentlich provokant und immer wieder in den Weg stellten mit den Sachen, die angeblich nur einen Euro kosten; — bis du auf was zeigst. Dann explodieren die Preise.

Bis zu einem gewissen Grad hilft dann ein Blick über die Schulter des Händlers mit der Bemerkung „Ah, voici la police!“. Da werden die ziemlich flink und bewegen sich von dir weg. Aber es läuft sich schnell tot. Andererseits markierst du dich selbst damit als desinteressiert. Was eine gewisse Ruhe verschafft. Zumindest für die nächsten 10 Meter.

Ansonsten war Paris das, was man von Paris erwartet. Paris eben. Schwer zu beschreiben, aber — mit entsprechenden Pausen dazwischen — immer mal wieder ansprechend.

Die Rückfahrt gestaltete sich dann ein wenig anstrengend, weil ich mittlerweile Mitreisende verseucht hatte. Das sind halt Geschenke, die man eigentlich nicht verteilen will, allein deshalb nicht, weil sich niemand drüber freut. Aber leider hatte ich das nicht in der Hand.

Anschließend ging es dann noch vor die Tore Berlins. Da war ein wenig Aktivität geplant, die auf Zukünftiges ausgerichtet ist. Das war — aufgrund der angeschlagenen Gesundheit — der Wirkungsgrad deutlich eingeschränkt. Aber ein bisschen was haben wir dann doch „gerissen“.

Dazu wird es irgendwann später mehr Details geben.

Insgesamt hatte es zwar was von Urlaub, aber so richtig relaxed und entspannt wäre es ohne „Rücken“ und insbesondere ohne „Rüsselpest & Lungenkleister“ gewesen. Andererseits: So wurde man wenigstens ein bisschen davon abgelenkt. Hatte also in jedem Fall was Positives.


1Natürlich in Mülleimern!