Neue, alte Hardware

Erstellt: 16.06.2016  Lesedauer 2 - 3 Min.

Nach etwa eineinahalb Jahren Sculpt Ergonomic überkam mich gestern abend das unbändige Gefühl, dass es das nicht ist. Mit Hilfe von Amazon sitze ich jetzt vor einem Perriboard-512. Und einer „Ergo-Maus“. Aber eins nach dem Anderen.

Beim Einarbeiten und Ausprobieren von WriteMonkey ist mir deutlich aufgefallen, dass mir die bereits von Anfang an etwas andere Anordnung der Tasten noch immer Schwierigkeiten macht. Der erste Gedanke war: nimmste halt wieder ein Natural Keyboard. Allerdings war ich speziell von der Qualität des letzten in der Reihe nicht mehr wirklich überzeugt.

Bei der Suche nach Alternativen bin ich über das besagte Perryboard-512 gefallen. Von der Anmutung erinnerte es mich stark an die erste Version des Natural Keyboard. Weiche Ballenauflage und sonstiges Schischi brauche ich nicht. Beim Preis geben sich die Kandidaten nichts, ich wollte es einfach ausprobieren.

Auch hier ist das Tastenlayout etwas anders als beim Original. Positiv ist die geteilte Leertaste — das kenne ich schon von der Sculpt. Die Steuertasten für Pos1, Ende, etc. sind etwas abgesetzt. Soweit schön. Aber etwas anders angeordnet. Da bin ich neugierig. Jedenfalls liegen sie nicht mehr so eng an, wie bei der Sculpt. Das führte bei mir ständig zu Fehlbedienung.

Mit den abgesetzten Tasten ist es jetzt wieder verlässlich möglich, die richtigen Tasten blind anzusteuern. Das klappt auf Anhieb überraschend gut. Das Schreibgefühl ist im Augenblick (Sculpt runter vom Tisch, neues Schreibbrett drauf) gewöhnungsbedürftig. Richtige Tasten! Mit ordentlichem Anschlagweg. Damit muss ich erst mal wieder klar kommen. Wobei es sich gut anfühlt. Sie ist auch lauter. Womit sich das Einschalten der Tastengeräusche in WriteMonkey erübrigt.

Es gibt auch keine komische Umschaltung zwischen Funktions- und Spezialtasten. Das hat die Sculpt optischer gefälliger, aber in der Bedienung nervig gemacht. Der abgesetzte Ziffernblock ist — zumindest für mich — eine Fehlkonstruktion. Der liegt nie da, wo man ihn braucht. Jetzt kann ich wieder blind rüberschubbern und Zahlen eingeben.

Wie ich da so vor der Einkaufsmeile Amazon saß, sprang mich ein „andere haben auch gekauft“-Hinweis an. Wenngleich ich gegen diese Art von Hinweisen im Grunde immun bin: hier hat es — aus Sicht von Amazon — geklappt. Zum Hackbrett hat sich eine Wireless Vertical Mouse von CSL, Typ TM137G gesellt.

Eigentlich bin ich bekennender Trackball-Nutzer. Ich kann mit dem Daumen in Malprogrammen sogar (leidlich) gerade Linien ziehen. In der letzten Zeit ist mir allerdings aufgefallen, dass der Logitec M570 irgendwie zu klein für mich ist. Denn wenn ich die Hand entspannt drauflege und den Ball dann relaxed bedienen kann, ist das Rollrad zu nah. Was ich abends merke, weil Zeige- und Mittelfinger schmerzen, die ich alternierend zum Rollen nutze.

Die vertikale Maus erschien mir deshalb interessant, weil sie vergleichsweise groß aussah — und ist. Das bezieht sich weniger auf die Abmessungen. Die Grundfläche ist kleiner als der Trackball. Da die Hand aber nicht darauf liegen muss, sondern eher davor liegt, ruhen die Finger flach ausgestreckt auf den Klick-Tasten und dem Rad.

Das mit der Rumschupserei von dem Teil muss ich zwar erst wieder üben und mir entsprechend Platz auf dem Schreibtisch schaffen. Der erste Kontakt ist jedoch sehr vielversprechend. Es fühlt sich tatsächlich sehr entspannt an.

Mal schauen, ob ich das nächste Woche auch noch so sehe.