XPS-Schneidetisch im Selbstbau

Erstellt: 16.09.2016  Lesedauer 1 - 2 Min.

Styrophor-Schneidegeräte kann man kaufen. Für gelegentliche Nutzung ist ein Selbstbau erheblich preiswerter.

Für eine Altbausanierung mussten XPS-Platten an eine Seite gleichmäßig abgeschrägt werden (ca. 30°). Bei Winkel-Schnitt scheitern viele Kaufmodelle, bei der Arbeitsgröße der Platte (125x60cm) reichen selten die Auflage-Tische.

Das Bauen eines passenden Tisches ist mit Resten oder preiswerten Holzplatten aus dem Baumarkt leicht und schnell erleidigt. Er besteht (bei mir) aus einer Grundplatte mit rechtwinkligem Anschlag. Darauf zwei aufgeleimte Brettchen, damit der Reibungswiederstand geringer wird. Anschlag und Brettchen habe ich mit Teflon-Spray noch etwas „nachgetuned“.

Den Schneidedraht (Widerstandsdraht ca. 50 Ohm/Meter) habe ich fest in den Schneidetisch integriert. Zwei Löcher gebohrt, Draht durch, fertig. Nach ein paar Schnitten habe ich den Draht noch mit Metallkammern gesichert, weil er sich durchs Holz brannte.

Das Netzteil hatte bereits mein Bruder aus einer alten Elektor (12/93) nachgebaut. Leider scheint es das Heft und die Bauanleitung „Styroporsäge“ darin nicht online zu geben. Ich habe es bei einer (kurzen) Recherche jedenfalls nicht gefunden.

Letztendlich braucht es 1-2 Ampere einstellbaren Strom. Vorzugsweise aus einem galvanisch getrennten Netzteil (= mit gewickeltem Trafo). Schaltnetzteile oder ähnliche Vorschläge auf einigen Internet-Seiten halte ich für keine so gute Idee. Da kann während des Betriebs oder bei Fehlfunktion Netzspannung anliegen. Der Strom sollte regelbar sein, damit der Schneidedraht heiß genug wird, aber nicht gleich durchbrennt.

Den Draht habe ich federnd gelagert. Damit werden Schwankungen im Vorschub kompensiert und der Draht konstant unter Spannung gehalten.

Wie auf dem Video zu sehen, funktioniert die Konstruktion vorzüglich.