Das Käse-Problem

Erstellt: 11.12.2017  Lesedauer 1 - 2 Min.

Unter Android gab es ein Käse-Problem. Ist vielen womöglich nie aufgefallen, anderen schon.

Das neben­stehende Bild (Quelle: iX/Heise) offenbart eine Riesen­sauerei. Wer genau hin­schaut, kann es – eventuell – adhoc finden. Tipp:
Der milch­produkt­freie Burger unten rechts dient der Ablenkung. Gefunden?

Die Assis von Google haben doch glatt den Käse unter das Fleisch – bzw. das Fleisch­ver­ar­bei­tungs­er­zeugnis gepackt! Es hagelte Kritik, der IT-Riese beugt sich – vor wem auch immer – und passt seine Darstellung an.

Was mal wieder zeigt: Innovation obsiegt keineswegs automatisch. Denn niemand hat erkannt, dass „Käse drunter“ geschmacklich völlig egal ist. Doch technisch gesehen ergibt es eine stabilere Konstruktion. Im Mund kommt weiterhin alles zusammen. So konstruiert hat das umschließende Getreide­produkt allerdings keinen Zugriff auf den Fleischsaft, womit es aufgrund erheblich geminderter Durch­feuchtung fester und für einer seiner Funktionen (handliche und beschmutz­ungs­freie Nahrungszufuhr) geeigneter bleibt.

Für Fleisch­asketen verbessert sich der Zugriff auf un­er­wünschte oder als überflüssig eingestufte Gemüse­bei­lagen signifikant. Denn eine Verklebung mit der homo­ge­ni­sier­ten Fleisch­masse ist eher un­wahr­schein­lich und wäre – falls es dazu käme – ein Anlass, der Qualität des Hackfleisch-Elementes auf den Grund zu gehen. Bei der land­läu­fi­gen Bauweise ging durch die thermo­elas­tische Verbindung zwischen Nacht­schatten­gewächs-Komponenten und Blattgrün zu teilweise erheblichem Material­verlust beim Milch­gerinnungs­erzeugnis.

Doch dem allgemeinen Trend folgend haben sich die Konser­vativen und Tradi­tiona­lis­ten durch­gesetzt. Verblendet und blind für die dieser kleinen Grafik inne wohnenden Schöpfungs­höhe.

Was wohl in der Zeit von der/demjenigen geschaffen worden wäre, die für diesem Käse aufgewandt werden musste?