Nach der Flut

Erstellt: 01.07.2017  Lesedauer 1 - 2 Min.

Der Regen hat aufgehört, jetzt beginnt das aufräumen.

Nachdem gestern die Anregung kam, die Beschreibung der Sintflut mit ein paar Bildern aufzulockern, habe ich einige Aftershow-Bilder gemacht. „Währenddessen“ fiel meine Wahl zwischen Dokumentieren und Schaden abwenden auf Letzteres.

Die Bilder 1-5 zeigen den – bereits weitestgehend wieder hergestellten – Keller. Das Rinnsal (Nr. 3) aus der Grundmauer ist mittlerweile weitestgehend versiegt (Bild vor dem aufwischen), die Ecken feuchten noch etwas. Das Bild mit den Schuhen (Nr. 4) zeigt die Pegelgrenze: wäre das Wasser über diese Kante gestiegen, hätte es alle Kellerräume geflutet. Das wäre dann doch etwas verheerender gewesen.



Wie viel Wasser von oben kam, dokumentieren nicht die vollen Gartenschlappen (Nr. 7), sondern die Bauwanne darunter. Ich meine die unter der herumgedrehten, auf der die Schlappen stehen. Die war von der herumgedrehten abgedeckt und ist trotzdem vollgelaufen. Da ragt gerade noch so ein Zipfel der Kelle heraus (Nr. 8).

Der Weg des Sturzbaches sieht jetzt vergleichsweise harmlos aus, weil er durch meine Abwehrmaßnahmen größtenteils zugeschüttet ist. Es ist noch leidlich erkennbar, wie das Wasser Rohre und Leitungen freigelegt und sich an der Hauswand den Weg gebahnt hat. Auch der See vor der Kellertür ist mittlerweile fast ausgetrocknet. Das Wasser stand auf der dritten Stufe – auf der im letzten Bild (Nr. 12) eine Bauwanne steht. Der Höchstpegelstand ist etwa die Oberkante des Dreckrands am Putz der Kellertür (Nr. 11).

Die Tür ist bereits wieder freigelegt, denn der Sand wird steinhart, wenn er trocknet. Da die Tür es bisher gut überstanden hat, soll es dabei bleiben. So langsam kehrt Normalität ein, in der Nachbarschaft wird herumgefragt. Es zeigt sich, dass nässende Grundmauern in den älteren Gebäuden bei solchen Ereignissen normal sind. Bei uns scheint es diesbezüglich sogar recht wenig zu sein. Und Kellertüren sind wohl regelmäßig nicht so dicht wie unsere. Denn einige Keller von Neubauten in der Nachbarschaft sind durch die Türen – auch ohne Baugrube davor – eingenässt.

Mittlerweile wurden die Regenmengen relativiert. Während es gestern noch hieß, es wäre die Menge eines Halbjahres gewesen, wird heute nur noch von einem Vierteljahr geredet. Ich fand es dennoch genug. Das Timing ist darüber hinaus ziemlich blöd: es ist Hochbrut-Zeit für Mücken, die jetzt paradiesische Verhältnisse vorfinden.