Bei der allmorgentlichen „Postfach-Reinigung“ wurde ich – kurz – stutzig: DHL wollte für die „Order : PI#452541“ eine Bestätigung für den Versand. Ich müsse das innerhalb der nächsten 14 Tage erledigen, wenn die ungenutzt verstreichen…

Das Ganze in fehlerfreiem, wohlformulierten und -formatierten Englisch. Allerdings haben die Lumpinnen und Lumpen, die diese E-mail verschickt haben, einen Detailfehler gemacht. Sie haben eine Mailadresse verwendet, unter der ich niemals etwas bestellen würde. Die Frage, wie diese Adresse überhaupt in Umlauf kam, ist durchaus spannend. Womöglich wurde ein Dienstleister oder Kunde abgezogen, denn es ist eine Adresse die von mir ausschließlich für einen speziellen Servicebereich verwendet wird.

Die HTML-Mail zeigt beim überfahren der „Support-Fragen“-Adresse tatsächlich eine vernünftige DHL-Adresse an. Bei genauerem hinsehen enthält der Link ein data-saferedirecturl, der über mehrere Ecken Clickraten für Google zählen soll, wenn etwas mit Gmail verschickt wurde. Doch offenbar geht da noch mehr: Zumindest in meinem Link finden mehrere Weiterleitungen z.B. zu einem Netflix-Account statt – dubios.

Die angezeigte Adresse wird von data-saferedirecturl zwar angefahren, doch was genau Google da veranstaltet, ist unklar.

Wer beim Google-Support nachschaut, findet dazu eine Frage ohne Antwort, wie das unterbunden werden könne. Die Frage ist bemerkenswerterweise gesperrt, es kann keine Lösung durch Dritte angeboten werden.

Meine E-Mail-Accounts lehnen ab sofort Mails mit dieser Umleitung ab.

Die eigentliche Adresse, die von mir bestätigt werden sollte, verwendete die Adresse eines Möbelhauses in England. Was auch immer ich da bestätigen sollte: Bestellt hat das jemand anders.

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