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gesellschaft,medien,politik

Geben Sie mir bitte Ihre Telefonnummer

Erstellt: 16.09.2021 Lesedauer 1 - 2 Min.

Herr Laschet will von einer Frau deren Telefonnummer. Der Schelm. Doch das könnte nach hinten los gehen.

🔍 Der Richtige Akzent als Richtungsgeber.
Den Titel habe ich abgeschrieben. Die Welt betitelt damit heute einen Artikel zur Bundestagswahl. Dem Angebot war – laut Artikel – die Lebensgeschichte der Dame voran gegangen. Sie sei Langzeitarbeitslose, hochqualifiziert, doch einen Job will ihr niemand geben. Ihre Ausführungen sind Herrn Laschet augenscheinlich genug, um daraus den Schluss zu ziehen: Die ist so gut, der muss geholfen werden. Was zum titelnden Angebot führt.

Die Angesprochene könnte das durchaus als Versprechen werten. Wenn Herr Laschet sie »als Gewinn für jeden Betrieb« einstuft, wird er mal fix ein paar Spezl anrufen und sie hat – ratz, fatz am Arbeitsvermittler vom Amt vorbei – einen spitzenmäßig dotierten Job, mit 30 Tagen Urlaub und 14 Gehältern.

Das in einer Wahlsendung raushauen könnte für Herrn Laschet ein Mühlstein werden, der ordentlich am Hals zieht. Es wird Fragen auf:

Erinnern wir uns kurz an Henrico Frank. Der sollte sich auf Anraten von Herrn Beck – damals Ministerpräsident in Rheinland-Pfalz, umschwärmt von Kameras – „waschen und rasieren“, dann würde es mit dem Job schon laufen. Das Amt hat sich danach wohl richtig ins Zeug gelegt und seine Arbeit mit der Kürzung von Harz IV gekrönt.

Was ein Beleg für begründetes Misstrauen gegen Politiker-Versprechen ist. Allerdings war der Henrico clever. Er hat seinem Leben eine neue Richtung gegeben und ist jetzt selbst Politiker. Frei nach dem Motto:

Wer nix wird, wird Wirt.

Fehlt selbst dafür das Geschick, dann geht's halt in die Politik.

Das Bild stammt von Pixabay.


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