Tastatur-Geräuschpegel senken

Erstellt: 13.04.2021  Lesedauer 2 - 3 Min.

Ich hatte mich über fragwürdige Suchergebnisse ausgelassen, was jedoch lediglich ein Seiteneffekt eines anderen „Problems“ war: Meine lärmende Tastatur.

So sehr ich mein »PERIBOARD 512« schätze: Für mehr als einem im Raum, der es nutzt, ist es im Grunde eine Zumutung. Daher habe ich es nun mit den Gummi-Ringen „aufgerüstet“ und muss gestehen: Es wird tatsächlich leiser. Die Messung ist zwar unter Vorbehalt zu sehen, es waren keine echten Vergleichstest-Bedingungen“. Doch mit einem Geräuschpegel-Messgerät hat die linke Tastaturseite mit Gummis bei (subjektiv) gleichem Anschlag mit 64.1 dB/A die rechte Tastaturseite ohne Gummis mit 67.3 db/A um überraschende 3,2 dB/A abgehängt. Was nach wenig aussieht, ist in der Realität ein signifikanter Effekt: 3,2 db/A sind rund ein Drittel weniger „Krach“. Meine Corona-bedingte Büro-Mitnutzerin hat das dementsprechend positiv goutiert. Wobei die Dämpfer zusätzlich die Oberwellen aus dem Anschlag-Geräusch nehmen. Das dumpfere Geklackere ist deutlich weniger nervig.

Allerdings machen die Gummi-Ringe aus einer rund sechs Jahre alten Tastatur keine neue. Das offenbaren die Tasten nach dem Aushebeln für das Einsetzen der Gummi-Ringe. Neutral formuliert, wird der „Staub der Jahrhunderte“ sichtbar. Womit klar wird, weshalb im Set gleich mehrere Pinsel enthalten sind. Es gibt jedoch ein „Huhn-Ei“-Problem. Ist eine Taste ab, könnte ein Pinsel die optimale Wirkung entfalten, doch der damit aufgewirbelte Staub landet zwangsläufig im offenen Tasten-Schacht. Daher kann es durchaus zweckmäßiger sein, das Reinigen im Anschluss mit der Staubsauger-Düse zu erledigen. „Porentief rein“ wird es so oder so nie mehr. Doch was bisher kein Problem war,…

Nach der Umrüstung ist der Tastenhub wahrnehmbar verkürzt. Die Tastatur1 hat eine deutlich veränderte „Geometrie“. Dieser Artikel schreibt sich zwar fluffig, doch subjektiv ist das Tastengefühl „schwammiger“ geworden. Wobei eine unscharfe Erinnerung an die ersten Stunden mit der brandneuen Tastatur im Rückblick dahingehend überrascht, dass die Tastatur trotzdem seither und so lange auf dem Tisch liegen blieb. Da war der „Lärm“ für mich selbst ein Thema. Wobei das gute Schreibgefühl letztendlich den Ausschlag gab. Bis zu dem Tag, an dem der Geräuschpegel beim Schreiben angemahnt wurde.

Trotz der – vorerst – erfolgreichen Modifikation bekommt die Alternative »PERIDUO 505« eine Chance. Mit Blick auf den Zeiteinsatz für die Umrüstung der alten Tastatur (~1h, zzg. Risiko, die Tastatur zu ruinieren: Beim L fehlt jetzt ein „Halte-Haken“) wäre das womöglich von vornherein die intelligentere Variante gewesen. Der Hygiene-Aspekte ist dabei nur einer von Weiteren. Störend ist, dass mir damit eine Maus aufgenötigt wird, die keine realistische Chance gegen meinen Trackball hat. Der kann an ein und der selben Stelle das, wofür eine Maus enorme Strecken auf dem Tisch zurücklegen muss.

Schau'n wer mal.

Post Skriptum
Nach diesen bisher doch eher wenigen geschriebenen Worten ist eine deutliche Anders-Belastung der Finger/Hände feststellbar. Wie ausgeprägt dieser Effekt mit der Tastatur im Neuzustand war, ist mir leider entfallen.
Das Bild stammt von Pixabay.

1Das gilt für das »PERIBOARD 512« und der von mir gewählten Montagemethode (Gummi-Ringe unter dem Stößel). Eine andere Tastatur kann sich diesbzüglich neutraler verhalten, die Ringe um die Stößel könnte ebenfalls einen anderen Effekt haben. Letzteres hat sich bei einem kurzen Test jedoch geräuschetechnisch als (subjektiv) relativ wirklungslos herausgestellt.