Wie blöd dürfen Jobangebote sein?

Erstellt: 12.01.2021  Lesedauer 1 - 2 Min.

Gestern ist mir mal wieder ein Jobangebot bei XING reingeflattert, bei dem mir ernsthafte Zweifel kommen, ob der Headhunter überhaupt weiß, was sein Job ist.

Die Job-Beschreibung besteht im Wesentlichen aus „Unschärfe“:

  • Der Einsatzort soll „Berlin/100% Remote“ sein.
    Hm…: Wo denn jetzt?
  • Es wird ein „2nd-Level-Support“ gesucht, der „stark in Jira/Confluence, Service-Desk und Kundenkontakt“ sein soll.
    Das sind – für mich – Werkzeuge im Service-Desk für den Kundenkontakt. Aber: Wofür?
  • Zusätzlich wären „Vorerfahrungen beim Thema Chatbots“ sowie im Finanzumfeld „von Vorteil“.
    Sprich: Eigentlich egal.
  • Das Ganze soll ca. 6 Monate mit 40h/Woche laufen.
    Und was gibt's dafür?
  • Aufgabe ist die „Unterstützung des Bestandpersonals im Support“.
    Hey! Was willst du eigentlich von mir?

Wer daran Interesse hat, kann weitere Details zu Stelle anfordern.

Mit Verlaub: Wer daran Interesse hat, greift nach jedem Strohhalm, der vorbei­schwimmt. Vor allem gibt's die Details erst, nachdem der „keine Details Gebende“ von mir ein Profil bekommen hat.

Wann lernen Rekrutier endlich, dass qualifizierte Freelancer keine tumben Sklaven sind, die erst mal schön tanzen sollen, damit sie dem neuen Massa gefallen?

Ihr lieben „Arbeits- und Projektvermittler“ da draußen:

  1. Ihr wollt was von mir. Also muss euer Angebot mir gefallen.
  2. Dafür müsst ihr was Interessantes, vor allem Konkretes reinschreiben.

Ist das so schwer?

Das Bild stammt von Pixabay.