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gesellschaft,politik

Macron, le Président

Erstellt: 25.04.2022 Lesedauer 1 - 2 Min.

­Ca. 63% sind wählen gegangen, davon waren 58,5% für Macron und 41,5 % für Le Pen. Ist das ein „Bekenntnis für Europa“?

🔍 Es fehlen die Übersee-Gebiete…
Absolut betrachtet heißt das: Gewonnen haben die Unentschlossenen mit 37%, gefolgt von knapp 37% für Macron und 26% für Le Pen. Macron war demnach für 63% keine Option. Das zum „Bekenntnis für Europa“, von dem Politiker in den Medien schwadronieren.

Der Rückhalt für Europa ist in Frankreich demnach schlechter, als er es in England vor, während und nach der Brexit-Wahl war. Da waren sich alle sicher, es gibt keinen EU-Ausstieg der Briten. Das zum „politischen Gespür“ von „Volksvertretern“.

Europa muss nun hoffen, dass Herr Macron in seiner Amtszeit eine:n Nachfolger:in mit Rückhalt in der Bevölkerung aufbaut, der:die das „Projekt Eurpoa“ weiterhin wohlwollend betrachtet. Andernfalls kann Frau Le Pen im dritten Anlauf in fünf Jahren das Rennen machen. Macron kann nur einmal in Folge wieder gewählt werden. Wobei der aktuelle Ausgang durchaus annehmen lässt, dass ein dritter Versuch durchaus scheitern könnte.

Ein Blick auf die Kandidatenauswahl 2022 zeigt einen bedenklichen Trend: Von 12 Kandidaten sind gerade mal zwei – Macron und Jadot – aktiv „bekennender Europäer“. Die übrigen halten sich bedeckt oder sind offen anti-europäisch.

­Nur 37% aller Wahlberechtigten für Macron lässt sich zwar als „Bekenntnis für Europa“ schönreden. Mir macht es mit Blick auf ein vereintes Europa Sorgen, wenn fast doppelt so viele aktiv oder passiv ein “Bekenntnis gegen Europa“ ablegen.