Cookiefrei!
Das „böse“ Telegram←▼→Worum geht es in der Ukraine WIRKLICH?
medien,gesellschaft

Radio für Demente?

Erstellt: 18.02.2022 Lesedauer 1 - 2 Min.

Gerade lief bei RBB 88.8 zum x-ten Mal der „Fun-Fact“, dass Sat1 bei Twin Peaks „gepetzt“ hat. Was eine sehr niedrige „Erinnerungshalbswertszeit“ unterstellt.

🔍 Radio-Macher machen Ihr Medium überflüssig.
Als „Dauerhörer“ beschleicht mich in der letzten Zeit zunehmend der Eindruck, dass RBB88.8 offenbar einen hohen Anteil Dementer(:innen??) unter seinen Zuhörer:innen unterstellt.

Dass die selben Musiktitel in einer für meinen Geschmack recht kurzen Schleife wiederholt werden, ist eine Sache. In meiner Erinnerung gibt es genug „spielbare“ Musik, um locker ohne Wiederholung über den Tag zu kommen. Oder noch erheblich weiter. Zugegeben: Macht mehr Arbeit.

Das jetzt „oller Karmellen“ in immerhin größeren Abständen erneut wiederholt werden – neben der mehrfachen Wiederholung identischer aktuellen Inhalte innerhalb weniger Stunden, reduziert für mich als Zuhörer im tatsächlichen Sinne das Interesse daran erheblich.

Das mir bekannte Argument, Zuhörende würden überwiegend nur mit halbem Ohr zuhören, ist ein „Huhn-Ei“-Dilemma: Wer weiß, dass etwas (gefühlt) sowieso noch mindestens dreimal in den nächsten zwei Stunden wiederholt wird, hört natürlich nur noch bedingt zu.

Oder schwenkt gleich zu den (ebenfalls in Dauerschleife) beworbenen Podcasts, deren Geschichte im Live-Radio nur angerissen wird. Zuhörende werden aktiv vom Live-Programm weg gelockt.

Aus meiner Sicht wird hier aktive Demontage der eigenen Relevanz betrieben. Könnte passieren, dass demnächst keiner mehr zuhört.

Was absehbar den Rundfunkbeitrag in Frage stellt – auch die öffentlich-rechtlichen Fernsehprogramme gibt es zunehmend in (zahlungspflichtigen!) Mediatheken oder bei Youtube (!!), das Werbung einspielt.

Das Bild stammt von Pixabay.