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gedanken,gesellschaft,politik

Stellen wir uns mal vor, es wäre Krieg…

Erstellt: 20.04.2022 Lesedauer 2 - 3 Min.

Herr Scholz hat sich ins Kanzleramt geschlichen und verhält sich dort auffällig unauffällig. Wie ein Kaninchen, statt wie ein entschlossener Feuerwehrmann.

🔍 Feuer lässt sich nur entschlossen und mit geeigneten Mitteln bekämpfen.
Das Wenige, das momentan von unserer Regierung „in Sachen Ukraine“ nach außen dringt, sind überwiegend Spekulationen von Journalisten und das Wehklagen von Diplomaten anderer Länder. Oder deutschen Politikern, deren Medienpräsenz umgekehrt proportional zu ihrer Entscheidungskompetenz ist.

Das Wenige, das zweifelsfrei von unserer Regierung oder deren Angehörigen nach Außen dringt, macht nachdenklich.

Alle Aussagen stammen aus der Ansprache von Herrn Scholz

»Ich bin den Bürgerinnen und Bürgern dankbar, dass sie die Solidarität getragen haben«

Das klingt ein bisschen wie ein Schuldeingeständnis: Die Bevölkerung tut das, womit die Regierung erkennbar hadert. Abgesehen von „Deutschland prüft …“ ist wenig konkretes Handeln erkennbar, wenn sich sogar vermeintlich verbindlich zugesichertes Geld im Nachhinein als Verhandlungsmasse entpuppt.

»Hier müssen wir inzwischen erkennen, dass die Möglichkeiten, die wir haben, an ihre Grenzen stoßen.«

Da die Ukraine von diversen anderen mit Verteidigungsgerät versorgt wird, unsere Sachspenden – lt. Presse – dagegen „übersichtlich“ sind, bedeutet das im Umkehrschluss, dass wir schlicht unfähig zu ernsthafter Selbstverteidigung wären, wenn uns bereits ein paar verschenkte Helme und sonstiger Kleinkram an die Grenzen bringt.

»Deutsche Alleingänge wären falsch«

Zumindest in meiner Wahrnehmung sind es „deutsche Alleingänge“, die Nato- und EU-Partnern, sowie wachsenden Teilen der Bevölkerung als „falsch“ einschätzen.

»Das ist etwas, was wir mit vielen anderen zusammen machen, die den gleichen Weg einschlagen wie wir.«

Die Führung der viertgrößte Volkswirtschaft der Welt orientiert sich in ihrem Handeln „nach unten“? Alle, an denen sich Herr Scholz gemäß dieser Aussage orientieren kann, liegen in ihren Möglichkeiten teilweise erheblich hinter denen Deutschlands.

Wenn beispielsweise Griechenland, auf Platz 52 im „BIP-Ranking“, nach Kalaschnikows und Raketenwerfern keine weitere Unterstützung mehr liefern will, klingt das einerseits irgendwie „nützlicher“ als 5000 Helme und lässt andererseits erkennen, wohin insbesondere von Deutschland betriebene Politik und Forderungen Menschen treiben können.

Sich hinter den Kleineren verstecken war schon im Sandkasten etwas, dass „die Kleinen“ sich gemerkt und es bei der nächsten Gelegenheit an „den (vermeintlich) Großen“ zurückgezahlt haben.

Fraglos ist insbesondere in Kriegszeiten ein besonnenes Handeln wortwörtlich „über­le­bens­wich­tig“. Doch noch wichtiger ist „handeln“. Sich hinter Abstimmungen, Prüfungen und „wir bezahlen das alles“ verstecken, hat etwas vom Kaninchen und der Schlange, dem gesamten Verhalten dieser putzigen Tierchens: still sitzen, dann sieht mich hoffentlich keiner. Doch was bei Schlangen funktioniert, ist keine Option bei Prädatoren mit weiteren Eigenschaften, beispieslweise schonungsloser Brutalität und Rücksichtslosigkeit.

Wer Menschen aus einem brennenden Haus retten will, wird wenig erreichen, wenn er selbst Angst vor Hitze hat und von anderen drei Flaschen Sprudel in den Flur stellen lässt, womit die Eingeschlossenen das Feuer selbst löschen sollen.

Vor allem lacht sich der Brandstifter schlapp und überlegt sich, welches Haus als nächstes brennt. Ein paar Flaschen Wasser halten ihn keinesfalls auf.

Die Bilder für die Fotomontage stammen von Pixabay, hier und hier.