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gedanken

Maximal zwei Cent mehr

Erstellt: 26.05.2015 Lesedauer 1 - 2 Min.

Shell wirbt mit einer „Preisgarantie“. Die Autofahrer werden demnach nicht mehr schamlos, sondern nur noch ein bisschen „abgezogen“.

Der Meldung folgend, will Shell „maximal zwei Cent je Liter“ mehr kosten, als bei preiswertesten Tankstelle im Umkreis. Das soll ganz toll sein und als Service dem Autofahrer das Vertrauen geben: So viel billiger wird es in der Nähe nicht, komm´ zu uns.

Dazu gehen mir spontan ein paar Gedanken durch den Kopf:

Den Ergebnissen der zitierten Marktforschung stehen meine persönlichen Beobachtungen entgegen. In der Nähe habe ich eine „Freie“ und eine „Aral“-Tankstelle direkt nebeneinander. Die bieten die Tankfüllung pro Liter regelmäßig im Cent-Abstand an. Während bei der „Freien“ eine Schlange mit langen Wartezeiten entsteht, herrscht bei Aral gähnende Leere.

Bei einem Tank mit 60l kann ich maximal 60 Cent sparen (wenn ich das Auto mit leerem Tank vor die Säule geschoben habe). Falls ich auf diese Ersparnis zehn Minuten warten muss, habe ich einen Stundenverdienst von 3,60 €. Für mich ein Grund, den Aral-Pächter aus der Lethargie zu reißen.

Wobei mir egal ist, wo ich tanke, denn der Brennstoff muss Normen erfüllen, sonst dürfte er bei uns nicht verkauft werden. Daher ist gesichert, dass ich nirgends Katzenpisse in den Tank schütte.

Spätestens seit meinem Erweckungserlebnis, dass ein und der selbe Tankwagen zuerst bei Shell und anschließend bei Aral vorfuhr, damit die Tanks dort wieder gefüllt werden, habe ich eine sehr klare Meinung bezüglich der „besonderen Aditive“, die angeblich jeder „Markenhersteller“ seinen Säften beimengt, die eine Notwendigkeit für Markentreue begründen sollen.

Alles nur Marketing-Geschätz.